Montag, 18. November 2013

Pacific Rim


Einige Dinge waren nicht ganz ausgereift

4 von 5 Sternen

 Da ja ein ziemlicher Hype um diesen Film gemacht wurde, war ich natürlich sehr neugierig darauf. Die Story ist originell, das spricht schon mal für sich. Die Menschen werden von riesigen Monstern terrorisiert, die durch eine Art Wurmloch im Inneren der Erde aus einer anderen Welt kommen. Um ihnen einen einigermaßen ebenbürtigen Widerstand leisten zu können, haben die Menschen ebenso riesige Roboter-ähnliche Maschinen gebaut, die im Inneren von Zweier- oder Dreier-Teams gesteuert werden. Diese Teams müssen allerdings miteinander "kompatibel" sein, um die Maschine leiten zu können. Dabei werden die Gehirnströme der beiden Teilnehmer miteinander verbunden. Nicht jeder ist für so etwas geeignet.

Wie gesagt, die Idee ist sehr interessant - nur Godzilla kommt da noch ran - und größtenteils wurde sie auch gut umgesetzt. Gegen die Effekte kann man nichts sagen, auch die Schausplätze sind schön gewählt und die Schauspieler konnten in den meisten Szenen auch überzeugen - obwohl ich da zugeben muss, dass es da noch Luft nach oben gab. Das kleine, japanische Mädchen hat meiner Meinung nach noch eine der besten Performances abgeliefert, gleichwohl Idris Elba. An Action mangelt es dem Film nicht, zudem sind die Kämpfe schön in Szene gesetzt - und zur Abwechslung spielen sie größtenteils im Wasser, was mir sehr gefallen hat.

Was ich letztendlich aber leider schade fand, war dass die Erklärungen am Anfang meiner Meinung nach zu ungenau waren. Natürlich ist es ein Sci-Fi-Film, bei dem man ohnehin nicht von Realität sprechen kann, aber trotzdem sollten hier und dort gewisse physische Gesetze nicht außer Kraft gesetzt werden. Ich beziehe mich dabei auf ein paar Details aus den Kämpfen. Wenn man zB ein ewiglanges Frachtschiff als Baseballschläger benutzt und damit mehrmals auf das Biest eindrescht und das Schiff dabei nur mehrere Dellen abbekommt, statt ganz durchzubrechen, dann finde ich das schon sehr verwunderlich.


Allgemein fand ich die Erläuterungen zum Drift (die mentale Verbindung mit dem anderen Teammitglied) & Co recht dürftig und ich konnte mir kein genaues Bild dazu machen. Auch fand ich den Testkampf zwischen den beiden zukünftigen Partnern in Bezug auf die Kompatibilität nicht ganz schlüssig.

Was ich aber am meisten schade fand, war dass zu wenig Emotionen bezüglich der Verbindung der beiden Gehirnströme gebracht wurde. Die Partner einer Maschine müssen ihr Gehirn mit dem jeweils anderen teilen. Das bedeutet, dass sie nach der allerersten Verbindung alles voneinander wissen. Mehr noch als Zwillinge miteinander verbunden sind, teilen diese beiden Partner eine gewisse Intimität, die es so sonst nicht gibt. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser Intimität mehr Ausdruck verliehen worden wäre. Ich will damit nicht sagen, dass die beiden Charaktere ein Pärchen werden sollten oÄ. Einfach nur ein paar Szenen mehr, die diese intime Verbindung noch klarer veranschaulichen.

Fazit:
Ein Action-Kracher, dem kann man nicht wiedersprechen. Allerdings mit ein paar fehlenden Kleinigkeiten, die dem Film das gewisse Etwas gegeben hätten. 

Title: Pacific Rim
Year: 2013
Director: Guillermo Del Toro
Actors: Charlie Hunnam, Idris Elba, Rinko Kikuchi

 

Donnerstag, 14. November 2013

Thor - The Dark World

Besser hätte eine Fortsetzung nicht sein können

5 von 5 Sternen

 Selten habe ich mich auf einen Film gefreut und wurde am Ende auch nicht enttäuscht, denn mehr das Gegenteil ist der Fall. Der Film hat mit einigen Überraschungen aufgewartet, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Vor allem nicht nach dem Trailer, der (wie sollte es bei so etwas auch anders sein) etwas völlig anderes suggeriert, als es letztendlich der Fall ist - bzw von etwas ganz anderem ablenkt. Wobei ich hier schon wieder sagen muss, dass er auf der anderen Seite auch genau das zeigt, was man im Film wiederum erwarten kann.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob meine Rezension dem Film gerecht werden kann, und ich will auch keine Inhaltsangabe gegen, weil jeder den Film ohne große Infos auf sich wirken lassen sollte.

Die Geschichte, die Bösewichte wirken fast schon nebensächlich, weil das Hauptaugenmerk im Grunde vor allem auf Thors und Lokis Interaktionen liegt. Selbst Jane wird zur Nebensächlichkeit, obwohl ich damals nach Teil 1 nichts sehnlicher wollte, als zu wissen, wie es mit den beiden weitergeht. Mittlerweile hat Loki seinem Bruder Thor fast schon den Rang abgelaufen, denn dieses Mal hab ich mich doch vielmehr auf ihn gefreut. In Teil 1 konnte er überzeugen und hat neugierig gemacht. Er war sympathisch, obwohl er der böse Bruder war. 
Trotzdem hat Hiddleston ihn so überzeugend dargestellt, dass man Loki seine Motive abkauft, dass man ihn versteht und sogar eine gewisse Empathie für ihn empfindet. In Marvel's The Avengers konnte man mehr von ihm sehen, und obwohl er dort noch mehr Böses angerichtet hat, konnte er noch mehr überzeugen, man hat noch mehr Facetten seines Charakters erhaschen können und eigentlich schon entdeckt, dass er nicht aus seiner Haut kann, selbst wenn er wollte. Das was er sich am meisten wünscht, lässt nicht zu, dass er einen anderen Weg einschlägt. In "Thor - The Dark Kingdom" zeigt er noch mehr das, was man in den anderen Filmen schon ein bisschen durchschimmern hat sehen: Seine Emotionen, die er dieses Mal nicht komplett unterdrücken kann. Man sieht einen verletzlichen Charakter, an dem die Liebe, die ihm in seiner Vergangenheit, in seiner Erziehung entgegengebracht wurde, nicht komplett vorbei gegangen ist - auch wenn er sich das niemals selbst eingestehen würde. Der Funke Gutes steckt in ihm, nur lässt er es nicht zu, dass ihn irgendjemand findet.

Chris Hemsworth ist Thor durch und durch. Da gibt es nichts zu rütteln. Er spielt seine Rolle souverän bis ins kleinste Detail, man kauft sie ihm ab, er lebt praktisch seine Rolle. Das könnte fast schon ein Fluch sein, weil es doch passieren kann, dass ein Schauspieler von einer einzigen Rolle sein ganzes Leben lang verfolgt wird. Vor kurzem habe ich aber Rush - Alles für den Sieg gesehen und kann beruhigt sagen, dass Chris Hemsworth es schafft, diesem Fluch nicht zu verfallen, denn dort hat er gezeigt, dass er auch ganz anders kann. Trotzdem muss ich sagen, dass Loki Thor in diesem Teil das Wasser reichen kann oder besser dass er den Film mehr dominiert als sein blonder Bruder. Dennoch könnte Loki ohne Thor nicht vollends funktionieren - der Film selbst würde ohne einen von beiden seinen größten Charme verlieren.

Jane Foster kam mir eher wie eine Rand-Figur vor, wenngleich sie der Auslöser für das erneute Interagieren der Brüder ist. Besonders viele große, beeindruckende Auftritte hatte sie nicht. Die Szenen mit ihr und Thor waren zwar schön und haben meinen Wissendurst gestillt und den romantischen Teil in mir zufrieden gestellt, trotzdem finde ich es schade, dass ich im Rückblick keine nennenswerten Szenen mit ihr hervorheben kann. Da gebe ich aber mehr dem Drehbuch die Schuld, das ihr gar nicht die Chance gelassen hat, mehr aus der Rolle herauszuholen. 

Und nichtsdestotrotz: Man könnte die ganze Geschichte drumherum weglassen und sich stundenlang nur die Kabbeleien und Witzeleien zwischen Loki und Thor ansehen, ohne das einem langweilig wird. Der Film bekommt von mir die volle Punktzahl, weil in meinen Augen einfach alles gestimmt hat. Die Story, die Schauspieler, die Musik, der Humor und vor allem das gewisse Etwas war da. Der Charme aus den Vorgängern ist nicht verloren gegangen, sondern noch gewachsen. Thor 2 ist ein würdiger Nachfolger, der überzeugt und das bis zur letzten Szene - und damit meine ich wirklich die allerletzte Szene, denn hier gibt es nicht nur eine nachträglich nach dem Abspann, sondern zwei. Wer die erste gesehen hat und dann aus dem Kino geht, könnte die allerletzte verpassen und evtl in Bezug auf eine kleine Auflösung etwas enttäuscht sein. Ich wäre es gewesen und bin eigentlich froh, dass ich bis zum Schluss sitzen geblieben bin.

Dass es eine Fortsetzung geben wird, ist wohl allen klar, selbst denen, die den 2. Teil noch nicht gesehen haben. Trilogien sind momentan ja der Renner. Hier bin ich eigentlich sehr froh drüber, denn von dieser Geschichte könnte ich nie genug bekommen. Der Schluss macht ohnehin neugierig auf mehr. In diesem Film wurde aber auch nebenbei kurz eine kleine Feindseligkeit zwischen Jane Foster und Lady Sif angedeutet, die evtl im 3. Teil ausgebaut werden könnte - aber das ist höchstwahrscheinlich eher eine Nebensächlichkeit und nur für einige Leute erwähnenswert.  

 UPDATE:
Nachdem ich mich im Internet ein bisschen schlau gemacht habe, stehen die Chancen für einen dritten Teil doch nicht allzu gut. Da auch Thor zu der ganzen Marvel-Reihe gehört, muss auch dieser Handlungsstrang scheinbar eine sehr lange Zeit warten, da Marvel sich vorerst auf die weiteren Geschichten der anderen Superhelden konzentriert und diese in die Kinos bringt (Captain America 2, Guardians of the Galaxy, Anvengers 2, Ant-Man, Dr. Strange, Avengers 3...). Selbst Iron Man 4 muss wahrscheinlich bis 2018 warten, sollte es denn einen neuen Teil geben.


Title: Thor - The Dark World
Year: 2013
Director: Alan Taylor
Actors: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Natalie Portman, Anthony Hopkins, Rene Russo, Christopher Eccleston


ted


Für einen lustigen Abend mit Freunden

3,5 von 5 Sternen
 
Ehrlich gesagt wusste ich nicht genau, wie viele Sterne ich geben soll. 3 erscheint mir fast zu wenig, weil die irgendwie schon wieder so negativ aussehen. 4 fand ich aber auch wieder schon zu viel, weil ich den Film dann auch nicht so hervorragend fand. 3,5 Sterne und die sind positiv gemeint.

Ted, ein Teddybär, der an Weihnachten zum Leben erwacht und für seinen Kind-Besitzer zu seinem ersten richtigen Freund wird - und das die nächsten 25 Jahre, während die ganze Welt davon erfährt und es akzeptiert. Zwar spielt in diesem Film ein Teddybär die Hauptrolle, für kleine Kinder ist der Film dennoch nichts, denn hier wird nichts verschönigt, sondern eine (in skurrilem Maße abgeänderte) Männerfreundschaft beschrieben, die auch nicht anders gewesen wäre, hätten da zwei Menschen gestanden. Zwei "Kerle", die sich nachmittags die Birne vollkiffen und es irgendwie nicht ganz schaffen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Dass Ted kein Blatt vor den Mund nimmt, vor allem, wenn es um's andere Geschlecht geht, sollte hier vielleicht erwähnt werden, wenn man sich als ~Eltern nicht ganz sicher ist.

Der Film ist gut gemacht und die einzelnen Gags haben mich wirklich oft zum Lachen gebracht, weil sie doch so einige Hollywood-Tatsachen auf die Schippe nehmen. Außerdem fand ich die Flash Gordon-Szenen mehr als toll, vor allem, weil sie mich selbst an meine Kindheit erinnert haben. Und trotz allem hat mir doch etwas gefehlt. Ich weiß nicht genau was, aber der Funke ist nicht so richtig rübergesprungen. Ich hatte den Trailer gesehen und irgendwie etwas anderes erwartet. Im Ganzen waren mir die Szenen schon fast zu wenig. Die Geschichte war mir zu kurz, ein bisschen zu 08/15 und es gab nicht wirklich einen spannungsaufbauenden Handlungsstrang. Es kam alles ein bisschen abgehackt herüber und dann war man auch schon beim Finale.

Für Zwischendurch, zum Abschalten und für einen lustigen Abend ist der Film gut geeignet. Die Gags sind wirklich gut gemacht und für kurzweilige Unterhaltung bestens. Den Film allein Zuhause anzuschauen, würde ich von abraten. Da kommt einfach nicht die Stimmung auf, die der Film womöglich braucht, um ihn richtig zu genießen.

Title: ted
Year: 2012
Director: Seth MacFarlane
Actors: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Seth MacFarlane (voice)

 

Mittwoch, 6. November 2013

Man of Steel


So ganz anders und doch irgendwie...menschlich

5 von 5 Sternen
 
Bei all den Neuverfilmungen hat man irgendwann ja doch schon seine Zweifel, ob man die Vorgänger noch toppen und ob man da überhaupt noch mit Überraschungen aufwarten kann. "Man of Steel" ist zwar in seiner Grundgeschichte nichts Neues, die Aufmachung kann sich aber allemal sehen lassen. Bevor man sich diesen Film allerdings anschaut, sollte man sich im Klaren sein, dass es hier kein einfacher Hau-Drauf-Comic-Action-Film ist, sondern dass man diesen vielmehr in die Sparte "Drama" schieben kann - mit einem Hauch "Übermenschlichem". Lässt man all die Special Effects nämlich weg, bleibt da nichts weiter übrig als ein Außenseiter, der versucht, dazuzugehören, es aber nie wirklich schafft. Einzig die Liebe seiner Eltern "erdet" ihn und irgendwann schafft auch er es, die Akzeptanz der Anderen zu gewinnen.

Was mir hier an diesem Film sehr gefallen hat, war dass er wirklich mehr auf die zwischenmenschlichen Beziehungen eingeht. Schnelle Szenen werden im Wechsel mit sehr vielen ruhigen, dialogarmen Szenen unterbrochen und letztere wirken viel tiefer auf den Zuschauer ein. Nur im Finale gewinnt ein bisschen das Actionlastige die Oberhand und schwächt den Film in meinen Augen leicht ab.

Nach einem ausgiebigen Intro vor der Kulisse Kryptons, springt der Film gleich ein paar Jahre in die Zukunft und zeigt einen jungen Mann auf der Suche nach sich selbst und seiner Herkunft. Nur wenige Rückblicke in seine Vergangenheit reichen dabei aus, um dem Zuschauer zu vermitteln, wie sein Leben verlaufen ist und dass er nie den Drang unterdrücken konnte, anderen zu helfen - bis auf ein einziges Mal. Und dieses Ereignis hat sein ohnehin schon schwaches Vertrauen in die Menschen erst recht in Frage gestellt.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch die Superman-Filme mit Christopher Reeve, "Superman Returns" aus 2006 hab ich nie gesehen und auch bei "Man of Steel" hatte ich nie wirklich das Verlangen, ihn mir anzusehen. Ich war dann doch zu sehr "Loise & Clark"- und "Smallville"-belastet. Aber ein einziges, kurzes Werbe-Intro im Fernsehen hat mich dann doch neugierig gemacht. Und als ich dann noch gesehen hatte, dass Amy Adams mitspielt, hatte mich der Film ohnehin schon. Von all den anderen Schauspiel-Größen ganz zu schweigen, die in diesem Falle nicht dazu da sind, den Film aufzuwerten, sondern ihn abzurunden: Russell Crowe, Kevin Costner, Diane Lane. Henry Cavill hat mich zwar manchmal ein bisschen an Grease erinnert, aber who cares. Er hat seine Rolle in meinen Augen mehr als überzeugend gespielt.

Schlussendlich kann ich sagen, dass "Man of Steel" eine gelungene Neuverfilmung ist, die allerdings wohl nicht unbedingt was für Kiddies ist, die auf viel Action hoffen. Dass die sich schnell bie diesem Film langweilen, kann ich mir gut vorstellen, denn wer hier mit Erwartungen von Iron Man & Co. hineingeht, wird gnadenlos enttäuscht werden, denn dieser Film legt mehr Wert auf Emotionen und Beziehungen, und versucht grundlegende Werte wie Toleranz, Familie, Akzeptanz und Vertrauen zu vermitteln.
Bild und Ton sind kritiklos und ich komme nicht umhin, Henry Cavills Darstellung des Superman durch und durch zu komplimentieren. Er schafft es, eine gewisse Grazie und Eleganz in die Figur zu bringen, die ich selten erlebt habe. Dabei bleibt er bescheiden, obwohl er so viel stärker ist als seine (Mit)Menschen, auch wenn es gewisse Situationen erfordern, dass er doch mal seine Überlegenheit demonstrieren muss.

P.S.
Was ich hier auch sehr gelungen fand, war dass Loise Lane nicht im Dunkeln tappt, sondern von Anfang an weiß, wer er ist. So entgeht der Film geschickt der Unlogik "Ich seh nicht, dass du Superman bist, wenn du ne Brille trägst". Das funktioniert zwar im Comic, aber in der realen Welt sieht das eben anders aus. Ebenso die Erklärung mit dem Kryptonit. Hier gibt es keinen grünen Stein, der ihn schwächt. Vielmehr liegt es einfach nur an den unterschiedlichen amtosphärischen Verhältnissen beider Welten und eine gehörige Portion Sonnenstrahlen, die ihn stärker macht und eigentlich nur subtil unterstreicht, dass er zur Erde gehört.

Title: Man of Steel
Year: 2013
Director: Zack Snyder
Actors: Henry Cavill, Amy Adams, Russell Crowe, Kevin Costner, Diane Lane, Laurence Fishburne


Dienstag, 5. November 2013

Mein kleiner SUB

Hey, ihr Lieben!


Wenn ich mir immer all die anderen Bücherblogs ansehe, kann ich immer kaum glauben, wie groß doch eigentlich deren SUBs (Stapel ungelesener Bücher) sind. Meiner ist dagegen doch relativ klein ;)


Das hier ist eigentlich nur eine kleine Auswahl meines SUBs, praktisch die, die ich mir als nähere Auswahl schon mal auf meinem Tisch zurecht gelegt habe.

Sehr witzig übrigens: Vor kurzem habe ich bei einer Buchverlosung vom Oetinger Verlag gewonnen und "Gebannt" gewonnen. Dummerweise hab ich das Buch aber schon durch amazon-Vine bekommen und gelesen :/

(drauf klicken zum Vergrößern)
Rechts seht ihr einen Teil meines Bücherregals. Man könnte sagen, die Hälfte, die drin steht, hab ich leider noch nicht gelesen :'''D

Außerdem hab ich auch noch eine Menge Bücher auf meinem EbookReader. Ich weiß, ich hab auf meinem Blog zwar zu stehen, dass ich das Gedruckte bevorzuge, aber you know, manchmal gibt es Bücher, bei denen man sich absolut nicht sicher ist. Und wenn die sich als absolut Sch*** herausstellen, dann muss ich wenigstens nicht allzu viel ausgegebenes Geld betrauern ;')

Ein paar von meinem Reader sind:
  • Die Beschenkte
  • Plötzlich Fee
  • Timeless
  • Drei Wünsche hast du frei
  • Schattenblüte
  • Geistwandler
  • Der Todesmarsch
  • Der Kuss des Tigers
  • Ewiglich
  • Sempre
  • Der Kuss des Meeres 

Und da ich nicht nur Bücher lese, sondern auch Mangas, muss ich auch hier mal meinen SUB abbauen. Und auch das auf dem Foto ist nur eine Auswahl aus dem, was ich noch lesen muss ^^

Dazu kommt auch, dass ich viele Mangas im Netz lese, unter anderem auch die ganz Bekannten, wie Naruto, One Piece und Bleach.


Hier auch noch mal ein kleiner Auszug meiner amazon-Wunschliste:
draufklicken

Wie sieht's denn mit eurem SUB aus? ;)

Montag, 4. November 2013

Married by Monday - Catherine Bybee

Bybee kann die Spannung halten

4 von 5 Sternen

Bei Mehrteilern bzw Fortsetzungen besteht ja oft das Problem, dass die Spannung oder das Niveau meist nicht wirklich gehalten werden. Am Ende sagt man sich doch, dass einem das erste Buch immer noch am besten gefallen hat. In der Weekday Brides-Serie muss ich sagen, konnte mich Bybee auch im 2. Teil überzeugen.

STORY

Eliza Havens und Carter Billings kennen sich seit der Heirat ihrer besten Freunde Samantha Elliot und Blake Harrison (aus Teil 1). Dass zwischen ihnen eine gewisse Spannung und Anziehungskraft besteht, können beide nicht abstreiten, auch wenn keiner von beiden es laut auszusprechen wagt. Stattdessen wird diese Spannung in Wortgefechten ausgetragen. Durch ein dummes Missgeschick Elizas gerät Carter's Wahlkampagne zum Gouverneur gehörig ins Wanken und er braucht nun eine gerissene Taktik, um in den Polls wieder zu steigen. Statistiken haben ergeben, dass die größten Chancen für einen Sieg verheiratete Männer mit Familie sind. Und wer wäre besser als seine Zukünftige geeignet als Eliza, für die er ohnehin mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt. Diese ist zwar gewillt, ihm aus seiner misslichen Lage herauszuhelfen, doch heiraten will und kann sie ihn auf gar keinen Fall. Ein tief begrabenes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit droht wieder ans Licht zu kommen und Eliza kann es nicht riskieren, andere da mit hineinzuziehen.

CHARAKTERE

Mir kamen die Personen nicht nur sehr realistisch vor, sondern waren mir auch von Anfang an sehr sympathisch. Vor allem Carter hat mir sehr gefallen. Obowhl ich eher weniger auf blonde Männer stehe, hat mich das hier kein bisschen gestört. Ganz im Gegenteil. Es hat seinen Charakter nur noch charmanter gemacht. Auf der einen Seite frech und ein bisschen kindlich, auf der anderen Seite aber sehr ernst und erfolgsorientiert. Setzt er sich etwas in den Kopf, zieht er das auch hundertprozentig durch. Was mir hier besonders gefallen hat, war dass sich die beiden nicht erst ineinander verlieben mussten. Sie waren es bereits, nur wollte das keiner von beiden so richtig aussprechen. Carter war sich schon früher seiner Gefühle bewusst, hat es aber immer für sich behalten, aus Angst, Eliza dadurch nur zu verschrecken. Und trotzdem hat er nie aufgegeben, sondern konsequent seinen Weg verfolgt und Lösungen gesucht, um Eliza in seine Richtung zu lenken und sie davon zu überzeugen, die richtige Entscheidung zu treffen, sollte sie sich für ihn entscheiden. Die notwendige Ehe, sollte Eliza diese denn eingehen, wollte er als "Weg in die richtige Richtung" nehmen und hat gehofft, dass sich dadurch praktisch alles von allein gibt. Carter hat in seiner Entscheidung Eliza betreffend nie geschwankt oder war sich wegen ihr unsicher. Das fand ich vor allem gut, weil es mal nicht dieses ewige Hin und Her zwischen den beiden Hauptprotagonisten gab, denn auch Eliza lenkt am Ende schneller ein, als dass sie alles abblockt. Sie ist anfangs sehr fluchtorientiert und läuft gern vor ihren Problemen davon. Sei es jenes aus ihrer Vergangenheit oder generell ihre Gefühle. Durch Carter und ihre anderen Freunde bringt sie doch den Mut auf, sich dem allen zu stellen und gewinnt nach und nach an Stärke. Sie fängt an, anderen zu vertrauen. Ich hab sie doch sehr gemocht und es gab eigentlich kaum Stellen, in denen ich ihre Person nervig fand. Bybee hat da immer noch gerade die Kurve bekommen, wenn es doch mal in eine abwegige Richtung gerutscht ist.

Die Nebencharaktere haben kaum herausgestochen, was mich aber keineswegs gestört hat. Sie haben sich immer irgendwie perfekt in die Handlung gefügt und das "Bild" vervollständigt.

PLOT/STIL

Anfangs hatte ich Angst, dass Bybee ihre Idee der Heirat aus Teil 1 auch hier wiederholt. Aber meine Sorge war umsonst. Sie hat es geschafft, eine seltsam geschlossene Ehe in die Handlung zu bringen, die trotzdem irgendwie logisch wirkt, aber doch wieder ganz anders ist als die, die es im ersten Buch gab. Allgemein ist die Geschichte viel verwobener, noch spannender, ein bisschen düsterer und Bybee geht mehr auf Details ein, was im ersten Teil nicht der Fall war. Erst hat mich das ein bisschen gestört, aber mittlerweile finde ich das eigentlich ganz gut gemacht. So hat man doch mehr Einblick in beide Parteien und kann ihre Handlungen nachvollziehen. Außerdem fand ich das Thema interessant, wobei man ja nicht wirklich von "Thema" reden kann. Politik in eine Geschichte miteinfließen zu lassen, ist nicht immer einfach. Hier ist es aber eher als Nebenaspekt zu betrachten und deshalb nicht wirklich Gewicht drauf zu legen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es einen Teil des Charmes von Carter Billings ausmacht. Er ist mal kein Hollywood-Star (auch wenn er oft so bezeichnet wird), um den es hier geht. Auch wenn sich trotzdem nicht viel geändert hat, was Luxus, Macht und Intrigen angeht.

Was mir hier auch besser gefällt als in Bybee's Not Quite-Reihe, ist dass hier nicht alle Bekannten und Verwandten von Herzen gut sind, sondern dass es auch schwarze Schafe in der Familie gibt. Schwarze Schafe mit viel Einfluss, und schwarze Schafe, die in ihrem Leben den falschen Weg gegangen sind.

Satztechnisch muss ich sagen, hatte ich doch ab und zu meine Schwierigkeiten, weil nicht immer gleich klar war, in welchem Raum man sich befindet oder wer da gerade denkt/spricht. Das war doch sehr irritierend, weil ich dann immer noch mal zurückblättern musste, um das Kapitel anders/besser zu verstehen.

FAZIT

Insgesamt ein würdiger Nachfolger, der in Sachen Story, Spannung, Gefühle und Erotik gleichauf mit seinem Vorgänger ist und diesem in nichts nachsteht. Und auch wenn das Finale am Ende harmloser war, als ich anfangs erwartet hatte und ich mir evtl gewünscht hätte (da kommt dann doch der kleine Sadist in mir hervor), so war es dennoch der Story angepasst und "fitted in" ;) 

Sprache: Englisch

Montag, 28. Oktober 2013

Not Quite Enough - Catherine Bybee

Leider nicht ganz so überzeugt

3,5 von 5 Sternen

Obwohl ich in den ersten beiden Büchern Not Quite Dating (Not Quite series) und Not Quite Mine (Not Quite series) nicht ganz so angetan von Monica Mann war, wollte ich ihr im dritten Teil trotzdem eine Chance geben und hab mich nach der Zusammenfassung auch wirklich auf das Buch gefreut. Leider war ich am Ende aber doch nicht ganz so begeistert von der Geschichte wie von den beiden Vorgängern, obwohl ich dem Buch trotzdem noch gute 3,5 Sterne geben würde.

STORY

Monica Mann ist Krankenschwester mit Leib und Seele. Während sie all ihr Herzblut in die Arbeit steckt und ihr letztes Hemd dafür geben würde, lässt sie ihre Beziehungen ziemlich schleifen und macht permanent einen Rückzieher, wenn es zu kompliziert wird. Nachdem sie mit ihrem letzten Freund Schluss gemacht hat, um einem eventuellen Antrag zu entgehen, kommt ihr zur Ablenkung nichts rechter als ihre Teilnahme bei den "Borderless Nurses", die nach einer Naturkatastrophe in Jamaica zur Hilfe eilen. Dort angekommen stürzt sie sich natürlich sofort in die Arbeit. Der attraktive Helikopter-Pilot Trent Fairchild entgeht ihr dabei trotzdem nicht. Und obwohl sie eigentlich keine Zeit dafür hat, lässt der Zufall sie doch immer wieder aufeinander treffen. Die darauf folgende, kleine Affäre ist quasi unausweichlich, auch wenn diese sie beide in Lebensgefahr bringt, als ein Nachbeben beide verschüttet.

CHARAKTERE

Entgegen den beiden anderen Büchern war mir Monica hier doch ein wenig sympathischer. Auch gegen Trent kann ich nichts schlechtes sagen, obwohl der mir manchmal ein bisschen zu mitleidig herüberkam. Monicas dominante Art bleibt, was mir aber gefallen hat, war dass man hier sehr schön sehen konnte, dass sie zwar gut Ratschläge austeilen, aber nicht wirklich auf sich selbst anwenden kann. Das macht sie nicht ganz so perfekt, und deshalb ein bisschen realistischer. Die Nebencharaktere haben das gemacht, weswegen sie da waren: Lücken ausgefüllt und gewisse Handlungen in die notwendige Richtung geleitet. Ich fand es schade, dass keiner von ihnen irgendwie besonders hervorgestochen ist. Alle wirken recht platt und schablonenhaft. Über wen ich mich aber am meisten geärgert habe, war Monicas Exfreund, der für mich einfach keinen Sinn ergeben hat. Das, was mir von ihm im Buch geboten wird, lässt ihn wie einen anhänglichen Softie wirken. Zu allem Überfluss ist er am Ende sogar bereit, wieder mit Monica befreundet zu sein, obwohl er diese vor nicht allzu langer Zeit noch heiraten wollte und hart abgewiesen wurde. Das ist eigentlich die Krönung von allem, denn irgendwie wirken alle im Allgemeinen etwas zu happy, aufrichtig und ehrenhaft, bis auf die "böse" Chefin von Monica natürlich, die man aber nicht mal richtig "zu Gesicht" bekommt. Aber irgendwer muss ja das schwarze Schaf spielen.

PLOT/STIL

Was mir in diesem Buch ebenfalls nicht so gefallen hat, war dass der Anfang ein wenig zu sehr ausgebaut und alles andere danach viel zu schnell angehandelt wurde. Hätte man den Anfang ein bisschen gekürzt und dafür das Hin und Her zwischen Monica und Trent und später das Verschüttet sein ein bisschen mehr ausgebaut, wären meiner Meinung nach die Gefühle der beiden ein bisschen nachvollziehbarer gewesen. Die zweite Hälfte des Buches hat mir wesentlich besser gefallen. Zum Beispiel hat sie ganz klar gezeigt, dass wer das Geld hat, meistens auf der Gewinnerstraße fährt. Erstens entspricht das meistens leider der Wahrheit, zweitens hab ich das Arschtreten dennoch genossen. Plotschwächen waren für mich unter anderem, dass etwas später in der Geschichte (ohne das genaue Ereignis zu nennen) wirklich jeder bedingungslos für Monicas Recht eintritt. Und mit "jeder" meine ich wirklich Hunz und Kunz. Was aber die größte Unlogik war, war dass obwohl die Familie Morrison ja ach so viel Geld hat und technisch auf dem neuesten Stand ist und ohne zu zögern bei einem Problem einen Privatdetektiv einschalten kann, wirklich NIEMAND innerhalb der ersten Stunden nach dem Verschwinden von Monica und Trent auf die Idee kommt, die Handys der beiden zu orten. Und das in der heutigen Zeit, wo doch in Sachen Handy das Wort "GPS" gar nicht mehr wegzudenken ist.

Es gibt hier nicht nur 2 Perspektiven, aus denen man liest, sondern mehr. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es nur eine dritte ist, die von Jessie (Monicas Schwester), oder ob da noch mehr waren. Diese Sichtweise war für mich aber eher überflüssig. Es war zwar nett, etwas mehr über die anderen aus den Vorgänger-Büchern zu lesen, trotzdem hat es nicht großartig zur Handlung beigetragen außer eben zu erklären, was auf der "anderen Seite" passiert. Das wegzulassen und dafür mehr das "Drama" (als die beiden verschüttet waren) auszubauen, wäre definitiv von Vorteil gewesen. Hätte man diesen Handlungsstrang detaillierter gestaltet, hätte man vor allem deutlich machen können, wie die Gefühle der beiden immer mehr wachsen, während sie von Hoffnung und Verzweiflung geplagt sind und um ihr Leben bangen, und wie dieses Erlebnis sie mehr zusammen schweißt. Zwar wäre die Geschichte dadurch einen Hauch düsterer geworden, aber es wäre eine nette Abwechslung und eine schöne Krönung zum finalen dritten Teil gewesen.

FAZIT

Für mich leider der schwächste Teil der Reihe. Ich hätte mir gern ein bisschen mehr Knistern gewünscht. Und auch wenn die Not Quite-Romane ohnehin nur kurzweilige Zwischendurch-Romanzen sind, hätte ich gegen ein bisschen mehr Logik nichts einzuwenden gehabt.

Trent hat in der Geschichte zwei Brüder an die Seite bekommen, was mich fast vermuten lässt, dass es weitere Teile geben wird, in denen dann deren Leben eine neue Richtung bekommt. Gespannt bin ich trotzdem darauf.  


Sprache: Englisch 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Hexenfluch - Lynn Raven

Vielleicht nicht wirklich für jeden, der gern von Lynn Raven liest

4 von 5 Sternen

Nach den sehr unterschiedlichen Rezensionen war ich skeptisch, das Buch überhaupt zu lesen. Hab mir dann aber trotzdem gesagt, dass es doch nicht SO anders oder schlimm sein kann, und bin im Nachhinein froh, es doch gelesen zu haben.

STORY

Ella Thorens ist eine junge Ärztin, die ihren Beruf liebt, weshalb sie nicht gerade wenig Probleme mit ihren bisherigen Beziehungen hatte. Als sie eines Nachts einem wildfremden Mann in einer Gasse helfen will, der von einer Bande Krimineller fast zu Tode geprügelt und erstochen wird, gerät sie selbst in Lebensgefahr. Gleichzeitig erwacht aber eine Gabe in ihr, von der sie überhaupt nichts gewusst hat und die ihr Leben ab dem Zeitpunkt um 180 Grad dreht. Der Mann, dem sie das Leben gerettet hat, ist kein geringerer als Christian Havreaux, milliardenschwerer Geschäftsmann und ebenfalls ein Hexer, der sich als Wiedergutmachung fortan bereit erklärt, Ella beizubringen, ihre Gabe zu kontrollieren. Dabei verfolgt er allerdings noch ganz eigene Pläne. Und er ist nicht der einzige, der sich für Ella interessiert. Seit dem Vorfall in der Gasse hat noch jemand anderes seine "Fühler" nach ihr ausgestreckt.

CHARAKTERE

Ich muss sagen, mir waren die Charaktere zu keinem Zeitpunkt unsympathisch. Ganz im Gegenteil. Ella war mir von Anfang an sympathisch, ich mochte sie. Sie nörgelt nicht viel herum oder jammert. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, dann zieht sie das auch durch. Klar macht auch sie die ein oder andere Dummheit, aber wer tut das nicht, wenn er verliebt ist. Auch Christian hat mir sehr gefallen. Und wie bei Raven's anderen Büchern hat mich auch hier der männliche Hauptcharakter mehr interessiert als der Rest. Die weibliche Hauptfigur ist dabei eher wie eine wichtige Zutat, mit deren Hilfe sich das Gesamtbild erst komplettiert bzw in diesem Falle dem wütendem Gebräu zur Ruhe verhilft. Christians Geschichte ist nachvollziehbar, man hat sehr viel Mitleid mit ihm und kann sogar verstehen, warum er so handelt, wie er es tut, immerhin hatte er seit sehr langer Zeit gar keine andere Wahl mehr, als das zu tun, für das ihn alle hassen, verachten, fürchten und jagen. Ella ist wie ein Tropfen Hoffnung, für den er alles riskiert, um seine ganz eigenen Pläne zu erreichen. Und dafür scheut er vor nichts zurück.

PLOT/STIL

Wer Bücher wie Der Kuss des Kjer, Der Spiegel von Feuer und Eis oder Blutbraut kennt, der wird hier vielleicht etwas... überrascht sein. Dieses Buch ist doch sehr anders, wiederum dann aber auch genau das, was wir von Lynn Raven kennen. Was hier anders ist, ist das sie bei diesem Buch mehr auf die erotische Schiene fährt, als sie es bei ihren anderen Büchern getan hat. Dabei ist "Erotik" noch ein Wort, das etwas Schönes zum Ausdruck bringt, was man von einigen Gegenbenheiten in der Geschichte allerdings nicht sagen kann. Dabei will ich nicht meinen, dass sie zu detailiert irgendwelche Perversitäten beschrieben hat. Vielmehr ist es einfach nur das, was da eigentlich geschieht, was einen erschaudern, gleichzeitig aber wieder Mitleid für die jeweiligen Personen aufsteigen lässt. Und an dieser Stelle ist es dann doch wieder nichts Neues, denn quälen tut die Autorin ihre Heldin ohnehin gern - in mehr als nur diesem Buch. In Hexenfluch geht sie mehr ins Detail und das könnte einige vielleicht etwas abschrecken. Ich bin aber der Meinung, dass Raven es schafft, diese Szenen so gut zu be- und umschreiben, dass sie keineswegs anstößig wirken. Und in vielen Situationen beschreibt sie dann auch wieder nur so viel, dass unser Verstand sich selbst ausmalen kann, was genau geschehen ist. Anders hätte die Story aber auch nicht sein können, denn es wäre unlogisch gewesen, eine Dämonenfürstin nicht durch und durch böse darzustellen und zu zeigen, dass sie keinerlei Grenzen kennt, was ihre Perversität betrifft. Und dabei hat sich Lynn Raven eigentlich noch zurück gehalten.

Was mich ein wenig gestört hat, waren die teilweise sehr häufigen, abgehackten Sätze, die meinen Lesefluss des öfteren unterbrochen haben. Fand ich wirklich nicht gut gewählt. Ein paar rundere, ganze Sätze hätten die Szene nicht weniger eindrucksvoll gemacht. Auch gab es am Anfang eine Kleinigkeit, die mir jedenfalls aufgefallen ist. Es wird von Duzen und Siezen gesprochen. Auch wenn das Buch in deutsch geschrieben ist, die Autorin deutsch ist, so spielt die Geschichte doch in Amerika, wo man Englisch spricht. Und da gibt es so was wie Duzen und Siezen nicht.

Was ich wiederum gelungen fand, waren die verschiedenen Perspektiven. Das ist nichts neues bei Lynn Raven, hier muss ich das aber noch mal betonen. Denn meistens ist es ja bei verschiedenen Perspektiven der Fall, dass sie mehr verraten als dem Buch gut tut. Hier hätte die gesamte Geschichte allerdings nicht anders funktioniert. Außerdem hat Christian es nicht nur geschafft, sich selbst bis zum Schluss hinters Licht zu führen, sondern auch den Leser - jedenfalls mich.

FAZIT

Nicht für jedermann, der anderes von Lynn Raven gewöhnt ist. Die Erotik ist etwas aufgestockt worden, die Beschreibungen ein klein wenig detailierter. Trotzdem hat es mir gefallen, da es bis auf einige Dinge doch ganz im Stile Ravens geschrieben ist. 

Montag, 16. September 2013

Iron Man 3


"Am Ende musst du eine Entscheidung treffen..."

4 von 5 Sternen
 
...Das ist letztendlich die Aussage, die der dritte Teil vermittelt. Nicht wirklich etwas Neues, aber: Diese Message wird hier nicht gar unterschwellig oder zwischen den Zeilen präsentiert, sondern von Anfang an mit Pauken und Trompeten hinausgeschrien. Sie wird dem Zuschauer genauso direkt ins Gesicht gedrückt, wie Tony Stark am Ende des ersten Teils hinausposaunt hat, dass er Iron Man ist. Und das sehe ich als großen Pluspunkt bei diesem Film, denn durch seine Direktheit identifiziert sich der Film selbst eigentlich vollkommen mit seiner Hauptfigur.

Auf der anderen Seite bin ich aber der Meinung, dass der Weg dorthin, zu seiner letztendlichen Entscheidung leider etwas zu knapp kam. Dieser Knackpunkt, an dem er sich wirklich entschieden hat, war nicht wirklich da - jedenfalls ist mir keiner aufgefallen. Nach den Ereignissen in New York (The Avengers) ist er in einem ziemlich großen Dilemma, aber wie er da wieder herauskommt, wurde völlig ausgelassen, nur das Ergebnis steht am Ende, dass er seine Misere überwunden hat. Das finde ich etwas schade, denn in dem Film geht es doch im Grunde vor allem um die Entwicklung von Tony Stark und dass er erkennen muss, dass wenn er eine Sache haben will, er eine andere opfern muss, und dass der Weg dorthin sehr, sehr steinig ist und mit jeder Menge Kollateralschaden rechnen muss (in diesem Falle kann man das sogar wortwörtlich nehmen).

Was ich auch nicht ganz gelungen fand, war der Bösewicht. Leider hebt sich dieser kein bisschen ab oder sticht irgendwie aus der Masse an Marvel-Bösewichten heraus. Ganz im Gegenteil, er wirkt sogar noch blasser als andere. Er ist der typische Schurke/Wissenschaftler, der irgendwas erfindet, um Gott spielen zu können und letzten Endes dann doch darauf angewiesen ist, die Frau des Gegners als Druckmittel zu benutzen. Da fand ich den Mandarin (Ben Kinsley) in der ersten Stunde des Films weitaus beeindruckender und intensiver - wäre da nicht das Ende gewesen und die Auflösung um seine Person. Das hat das Ganze leider wieder ein bisschen zurück geworfen und den ganzen Charakter in sich zusammenfallen lassen.

Und warum hat der Film trotzdem vier Sterne?
Ich hab mit mir gerunden, fand 4 Sterne aber dennoch okay. Der Film hat mir trotzdem gefallen. Die Settings waren toll, einige Stunts wirklich beeindruckend und auch die Gags konnten sich mal wieder sehen lassen. Hinzu kommen die Anspielungen auf The Avengers, was mitunter ja vor allem wichtig für die Figur des Tony Stark ist. Ansonsten gab es zwar nicht viel Neues, trotzdem hatte man dann doch mal die ein oder andere unvorhersehbare Szene, und letztendlich hat Robert Downey Jr. seine Rolle trotz mangelndem Drehbuch souverän an den Mann gebracht - obwohl ich hier fast schon wieder ein bisschen kritisieren muss, denn es gibt eine gewisse Trauer-Szene (die für mich mitunter der Knackpunkt war), die für meinen Geschmack einfach viel zu kurz kam, ja fast schon übersprungen wurde. Ich denke, hätte man die noch besser ausgebaut oder einfach ein anderes Stilmittel und andere Kameraeinstellung genommen, hätte das einen wesentlichen Teil zur letztendlichen Entscheidung seiner Figur beitragen können bzw deutlicher/klarer/intensiver gemacht.

Trotzdem hat mir der Film gefallen, obwohl ich hier hin und wieder mal an McGyver denken musste, was mich aber nicht gestört, sondern eher schmunzeln hat lassen, denn es war auch mal schön, Tony Stark ohne metallene Rüstung kämpfen zu sehen. Immerhin auch eine wichtige Erfahrung für ihn, da sie ihm gezeigt hat, dass er auch ohne den "Iron Man" klar zu kommen scheint.

Übrigens:
Auch sehr schön der Abspann, der im schönen 80iger-Jahre-Serien-Stil die kompletten drei Filme zusammenfasst. 

Title: Iron Man 3
Year: 2013
Director: Shane Black
Actors: Robert Downey Jr., Guy Pearce, Gwyneth Paltrow

 

Sonntag, 8. September 2013

Pitch Perfect


Hält definitiv, was er verspricht

 5 von 5 Sternen

Das Grundprinzip ist in diesem Film eigentlich nicht viel anders als das in anderen Musical-/Tanzfilmen. Meist gibt es eine Gruppe junger Leute bzw wird eine neue Gruppe junger Leute zusammengewürfelt, die auf den ersten Blick kein wirkliches Team darstellen und nicht besonders viel Potenzial ausstrahlen, was sich aber am Ende des Films ins Gegenteil umwandelt. Bei diesem immer wiederkehrenden Konzept fällt es natürlich schwer, immer noch etwas Neues zu bringen. Pitch Perfect bringt zwar auch nicht viel Neues, allerdings schafft er es trotzdem, auf ganzer Linie zu unterhalten und eine perfekte Performance abzuliefern.

Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen, was mir am meisten gefallen hat: Der tolle Mix an Songs, sowohl alter als auch neuer, die Gags oder die Darsteller. Obwohl ich schon klar sagen muss, dass mir vorher noch nie eine Gruppe von Schauspielern so sympathisch war wie diese hier. Besonders der männliche Hauptpart punktet in Sachen Charme. Das gesamte Zusammenspiel wirkt harmonisch und in sich stimmig, und man hat das Gefühl, dass die Leute bei den Dreharbeiten eine Menge Spass gehabt haben müssen. Das erzählen einem zwar die meisten Filme, aber hier kann man das wirklich spüren. Außerdem wirken die Charaktere überzeugend. Okay, auch hier gibt es die eine oder andere Übertreibung, aber selbst die sind standfest, machen eine gute Figur und geben dem Film das Sahnehäubchen.

Die Gags sind ein bisschen provokant, ein bisschen vulgär (und hier könnte evtl der einzige Kritikpunkt für Sensible liegen, da es doch die ein oder andere Szene gibt, die nicht ganz so appetitlich ist) und passen trotzdem wie ein Puzzleteil in das Gesamtbild.

Und das ist es im Grunde, was den Film so toll macht, obwohl er nicht viel Neues bietet: All die kleinen Details, die zusammengefügt eine wunderbare Komposition bilden. Pitch Perfect hat einfach Freshness und jede Menge Pepp. High School Musical war nicht mein Fall, weil's mir einfach zu kitschig war. Pitch Perfect hingegeben hat deutlich Pfeffer unterm Hintern. Wer also nichts Tiefgründiges, aber dennoch Spritziges erwartet, ist hier genau richtig. Und wenn möglich am besten auf Englisch schauen, da die Gags da noch besser rüberkommen. 

Title: Pitch Perfect
Year: 2012
Director: Jason Moore
Actors: Anna Kendrick, Brittany Snow, Rebel Wilson


 

Samstag, 7. September 2013

Hänsel & Gretel - Hexenjäger


Ausgefallene Märchen-Adaption

4 von 5 Sternen

Heutzutage sind die uns bekannten Märchen durch Erzählungen und Überlieferungen verschönigt und haben einen "bunten Anstrich" bekommen. Ursprünglich waren sie aber dazu da, den Kindern das Fürchten zu lehren und ihnen beizubringen, keinen Unsinn anzustellen. Der Film greift dieses Basiskonzept zwar nicht auf, seine Wirkung würde er aber definitiv auch nicht verfehlen. Denn Hänsel und Gretel holen ihr gesamtes Waffenarsenal aus dem Keller, um den hässlichen Biestern den Gar auszumachen - und dabei gehen sie nicht gerade zimperlich vor. Genauso wenig wie der Film selbst. An Gewalt und Blut wurde nicht gespart, obwohl es immer noch im Rahmen bleibt.

Die Hexenjäger sind keine Nacherzählung des uns bekannten Märchens. Vielmehr ist es eine Art "Wenn sie mal groß sind..."-Fortsetzung, wobei die Vergangenheit auch nicht das ist, was man aus dem Märchen kennt. Und obwohl es am Märchen angelehnt ist, ist der Film doch wieder eine Welt für sich. Da wird Altes mit Neuem vermischt, Automatik-Waffen inmitten von abergläubischen Dörflern. Ein bisschen erinnert es an Steam-Punk und alles in allem war ich irgendwie ein wenig an "Van Helsing" erinnert. Die beiden Filme könnten sogar in der gleichen Zeitepoche spielen. Nur in "Hänsel und Gretel" ist die Sprache noch etwas "grober". Da fällt dann öfter mal das Wort "f..." oder "b...". Das ist auch mit der einzige wirkliche Punkt, der mich gestört hat. Dieses ständige neuartige Fluchen. Das hat die Atmosphäre so ein bisschen kaputt gemacht.

Ansonsten war der Rest aber wirklich lohnenswert. Offensichtlicher Weise auf reine Unterhaltung wertlegend, sollte man hier aber nicht mit allzu viel Tiefe rechnen. Im Großen und Ganzen eigentlich nicht weiter tragisch. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass wenigstens den beiden Hauptcharakteren ein bisschen mehr Klarheit gegeben wird. Gretel und Hänsel zeigen keinen einzigen dominanten Charakterzug, sondern werden so ein bisschen in alle Richtungen geschubst. Vor allem Hänsel zeigt immer nur von allem ein bisschen. Ist er nun der Bad Boy und Draufgänger, der sich in Bars betrinkt und Weiber aufreißt oder der Bruder, der alles für seine Schwester tut. Selbst bei dem neuen Mädchen, das er kennenlernt und das bis zum Schluss alles für ihn tut, ist unklar, ob es nur ein Flirt für ihn war oder doch mehr. Gretel scheint die Vernünftige in dem Geschwister-Duo zu sein, aber selbst das kam nur ganz schwach zum Vorschein.

Trotzdem, alles in allem eine unterhaltsame Story, die aber nichts für zart Besaitete ist (beim Ext. Cut ohnehin nicht). 

Title: Hansel & Gretel - Witch Hunters
Year: 2013
Director:  Tommy Wirkola
Actors: Jeremy Renner, Gemma Aterton, Famke Janssen

Donnerstag, 29. August 2013

Star Trek - Into Darkness



Am Ende kommt es doch auf die Schauspieler an


5 von 5 Sternen

Nun, ich kenne das Original Star Trek aus meinen "Kindertagen". Ich habe es gesehen, könnte heute aber inhaltlich kaum etwas davon wiedergeben. Ich hab also kaum Vorkenntnisse bzw Vergleichsmöglichkeiten. Aber diese braucht man eigentlich auch gar nicht, denn der Film soll außer an Teil 1 aus 2009 an nichts weiter anknüpfen.

Der Anfang des Films ist noch recht vorhersehbar, doch schon bald wird die Story recht turbulent und weder die Crew noch der Zuschauer wissen, wer Freund und wer Feind ist - jedenfalls die, die vorher nicht viel mit "Khan" anfangen konnten. Und zu denen gehöre ich. Obwohl eigentlich von vornherein klar ist, wer der Bösewicht ist, gerät man doch zwischenzeitlich ins Schwanken. Deshalb wurde ich hin und wieder mit einigen Wendungen überrascht, was ich dem Film nur positiv anrechnen kann. Wie groß diese Überraschungseffekte im Allgemeinen sind, kann ich aber nur schwer beurteilen, da ich wie gesagt nicht das Hintergrundwissen der Hardcore-Fans besitze und demnach nicht vergleichen kann oder will.

Was in diesem Film aber besonders heraussticht, ist dass neben all der Action, die doch sehr reichhaltig ist, auch auf die emotionale Seite sehr viel Gewicht gelegt wird. Im Film (und das war schon im ersten Teil so) wird viel auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und Grundwerte eingegangen. Und an dieser Stelle kommt das, was mich eigentlich am meisten an diesem Film beeindruckt hat. Die schauspielerischen Leistungen von Chris Pine, Zachary Quinto und Benedict Cumberbatch. Vor allem Letzter schafft es, seinen Charakter nicht nur in Schwarz erscheinen zu lassen, sondern ihm auch ein paar dicke weiße Strahlen zu verleihen. Er ist nicht der reine Bösewicht, der sich alles Schlechte wünscht und nur an die Vernichtung der Welt denkt. Auch er hat Gründe und Motive für seine Handlungen, die den Menschen nicht wirklich unähnlich sind, und auch er hat tiefgreifende Gefühle und Bindungen, die wenn sie verletzt werden, folgenschwere Konsequenzen mit sich ziehen können.

Die zweite Sache: Wie im ersten Teil bekommt auch hier wieder die Freundschaft zwischen Kirk und Spock eine gewichtige Rolle. Etwas, das mich von Anfang an fasziniert hat und was von den beiden Protagonisten beeindruckend dargestellt wird. Gerade der innere Konflikt, den Spock ständig mit sich selbst austrägt und der am Ende zu explodieren scheint, wird von Zachary Quinto wunderbar umgesetzt und macht seine Figur dadurch noch ein bisschen greifbarer und zeigt einmal mehr, dass in Spock ein halber Mensch steckt.

All das zusammenfasst ist im Grunde doch genau das, worauf es ankommt: Dass der Film unterhält. Hintergrundwissen und Vergleiche zum Original, warum die Mühe? Der Film hat auch ohne diesen ganzen Kram alles, was er braucht. Eine gute Story, beeindruckende Action und Special-Effects und eine Crew ausgezeichneter Schauspieler. Dazu kommt die tolle musikalische Untermalung, die sowohl Elemente aus den Klassikern als auch Neues miteinander vermischt und dadurch ein bisschen Nostalgie in das "Parallel-Universum" bringt. Von einigen Zitaten, die selbst der größte Nichtsahnende erkennen sollte, mal ganz abgesehen.

Und noch mal wegen dem Thema Vergleiche zum Original: Ich hatte das schon in einer anderen Rezi gelesen und finde das eigentlich recht plausibel. Durch das Ereignis im ersten Teil wird die Geschichte von Star Trek quasi neu aufgerollt. Und da sich nun alle in einem Parallel-Universum befinden, ist es doch nur logisch, dass nicht alles so läuft, wie in den alten Filmen. Wozu dann also überhaupt noch mit Vergleichen anfangen? 


Title: Star Trek: Into Darkness
Year: 2013
Director: J.J. Abrams
Actors: Chris Pine, Zachary Quinto, Benedict Cumberbatch, Zoe Salanda

Donnerstag, 15. August 2013

Always/Only You

So Ji Sub eben!

5 von 5 Sternen

Neben Park Shi Hoo mein anderer favorisierter Schauspieler: So Ji Sub. Deshalb konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen, mir diesen Film mit ihm anzuschauen. Auch wenn ich noch nicht alles mit ihm gesehen hab, so versuch ich doch, einiges nacheinander abzuarbeiten - je nachdem, wie mich der Inhalt überzeugt. "Always" oder auch "Only You" stand schon länger auf meiner Liste, schon bevor ich auf So Ji Sub aufmerksam geworden bin. Jetzt hab ich es aber endlich geschafft, mir auch diesen Film mit ihm anzuschauen.

INHALT

Cheol Min ist ein Ex-Sträfling und -Boxer, der sich mittlerweile mit Teilzeitsjobs über Wasser hält. Als er eines Nachts seine Schicht als Wachposten vor einem Parkhaus/Gebäudekomplex antritt, trifft er auf Jung Hwa, eine blinde junge Frau, die sich einfach in sein Wachhäuschen zu ihm setzt, um gemeinsam TV zu schauen. Natürlich ist sie genauso überrascht wie er, hat sie selbst doch einen alten Mann dort erwartet, der normalerweise dort sitzt, und nicht ihn. Auch wenn Cheol Min eigentlich distanziert anderen Menschen gegenüber ist, kann er sich nicht so ganz Jung Hwa's Charme entziehen. Er lässt sie weiterhin mit ihm zusammen nachts fernsehen und so lernen sie sich besser kennen. 

PLOT

Die Story selbst ist eigentlich ziemlich vorhersehbar. Was den Film aber so besonders macht, sind die Schauspieler, die wirklich mit Bravor ihre Rollen spielen. Cheol Min ist einem sofort sympathisch (auch wenn man den Schauspieler nicht gleich von vornherein bevorzugt :P) und auch Jung Hwa gewinnt man durch ihre quirlige, trotz ihrer Behinderung fröhliche Art, sofort lieb. Die Neugierde ist also von der ersten Minute an geweckt. Die Story schreitet relativ zügig voran, wodurch es keine Längen im Film gibt, obwohl die einzelnen Szenen dennoch ruhig und entspannt wirken. Sie beschränken sich hauptsächlich auf die wichtigen Ereignisse, wodurch die einzelnen Schlüsselmomente im Gedächtnis bleiben und einen nachhallenden Eindruck hinterlassen, was nicht zuletzt auf das wunderbare Agieren der Schauspieler zurückzuführen ist.

Der einzige Wehmutstropfen liegt für mich eigentlich nur darin, dass der Film viel zu schnell vorbei war. Das Ende kam doch etwas abrupt und ich hätte mir die letztendliche "Suche" doch etwas länger gewünscht, auch wenn ich es im selben Moment kaum ausgehalten hatte, bis es bei Jung Hwa Klick gemacht hat ;')

Trotzdem bekommt der Film von mir volle Punktzahl, weil ich ihn wirklich von Anfang bis Ende genossen habe.

Title: Only You/Always (오직 그대만)
Year: 2011
Director: Song Il Gon
Actors: So Ji Sub, Han Hyo Joo


Freitag, 9. August 2013

Confession of Murder

Die Chemie stimmt einfach

5 von 5 Sternen

Da Park Shi Hoo einer meiner favorisierten koreanischen Schauspieler ist, war es für mich also selbstverständlich, mir Confession of Murder anzusehen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Inspektor Choi war derjenige welche, der den Serienmörder fassen sollte, es aber nicht innerhalb der 15 Jahre nach dem letzten Fund geschafft hat. Denn nach 15 Jahren verjährt Mord und kann nicht mehr verurteilt werden. Somit ist der Mörder seiner Strafe entkommen und die Chancen des Inspektors vertan. Nachdem die Fahnungszeit abläuft, erscheint der mutmaßliche Serienkiller wieder auf der Bildfläche - und zwar mit seiner Autobiografie, mit der er sich ~angeblich bei allen entschuldigen möchte. Dass da nicht alles mit rechten Dingen zugeht, sieht Inspektor Choi ganz schnell.  Und dann muss er auch noch für die Sicherheit des neuen Bestseller-Autors sorgen, denn die Angehörigen der Opfer haben sich zusammengerauft, um auf eigene Faust Rache an dem nun bekannten Mörder zu nehmen. Der Inspektor wird von Gewissensbissen geplagt, steckt doch der vermeintliche Serienkiller wahrscheinlich auch hinter dem Verschwinden von Chois Verlobten.

Obwohl ich nicht ganz wusste, auf was ich mich da einlasse, hat mich der Film letzten Endes auf ganzer Linie überzeugt. Sowohl von der Story her, als auch von der Aufmachung und letztendlich auch den Schauspielern. Bei Park Shi Hoo hatte ich ohnehin keine Bedenken, aber auch der Rest hat auf ganzer Linie überzeugt und wunderbar mit allen anderen harmoniert. Das war in diesem Falle auch sehr wichtig, da am Ende doch eine mittelgroße Bombe platzt und alles in neuem Licht erscheinen lässt. Ich für meinen Teil hatte keiner einzigen Minute irgendein Anzeichen für so einen Ausgang des Films erwartet. Ich wusste zwar, dass da irgendwas im Busch war, aber auf die letztendliche Auflösung war ich nicht mal ansatzweise gekommen. Der Film wartet definitiv mit einigen originellen Ideen auf.
 

Kameraführung und der Zusammenschnitt der Szenen kann man ohne Einschränkung nur loben. Da gab es keine Längen und nichts, was zu kurz kam, und gehetzt wurde auch nicht. Die Szenen haben sind reibungslos ineinandergehakt und bilden ein wunderbares abgerundetes Gesamtbild.

Ich hab wirklich nichts zu kritisieren, das Kompaktpaket ist von der ersten bis zur letzten Minute stimmig. Es gibt Action und jede Menge Spannung, es gibt überraschende Wendungen, die für Storytwists sorgen und auch der ein oder andere Lacher kommt nicht zu kurz und wirkt dabei kein bisschen fehl am Platz. Über die Stunts kann man nur staunen, sind diese doch bis ins kleinste Detail choreografiert und perfekt umgesetzt, ohne dabei gestellt zu wirken.

Für mich einer der besten koreanischen Filme 2012 und ich bin mir sicher, dass der nicht nur Fans des asiatischen Films gefallen wird, sondern einfach allen, die Psychothriller mögen. 


Title: Confession of Murder (내가 살인범이다)
Year: 2012
Director: Jung Byung Gil
Actors: Park Shi Hoo, Jung Jae Young

Freitag, 14. Juni 2013

Aufbruch: Partials 1 - Dan Wells

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

5 von 5 Sternen

Partials hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht und es war angenehmer zu lesen, als ich es erwartet hätte. Zwar war ich durch die Inhaltsangabe darauf vorbereitet, was ich lese, trotzdem muss ich sagen, hat mir der leichte, erfrischende Schreibstil von Dan Wells das Lesen einfach gemacht. Zwar ist das Thema düster und ich war zu Beginn des Buches nicht wirklich in der Stimmung, dieses Genre zu lesen, aber die Art und Weise, wie Wells seine Geschichte erzählt, hat mich wirklich neugierig gemacht und ich hatte das Buch schneller durch, als ich dachte.

INHALT

Kira Walker lebt in einer Welt, in der es nur noch ein paar tausende echte Menschen gibt. Der Rest wurde in dem sogenannten Partials-Krieg ausgelöscht. Die Partials, künstlich geschaffene Menschen, haben sich gegen ihre Schöpfer gewendet und einen Virus entwickelt, der nahezu die gesamte Menschheit ausgelöscht hat und auch den Überlebenden keine Hoffnung auf einen Wiederaufbau macht. Denn der Virus verhindert, dass Neugeborene am Leben bleiben. Als eine ihrer besten Freundinnen schwanger wird und das ungeborene Baby praktisch dem Tod geweiht ist, entschließt sie sich auf eigene Faust mit einer kleinen Gruppe Verbündeter ein Heilmittel gegen den tödlichen Virus zu finden.

PLOT

Obwohl das Cover eigentlich genau das zeigt, was auch im Buch vorkommt, muss ich zugeben, dass ich doch irgendwie etwas anderes, eine andere Atmosphäre erwartet hab. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Geschichte, so wie ich sie erlebt habe, sehr gefallen hat. Besser eigentlich noch, als das, was ich denn erwartet hatte. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es das erste Mal ist, dass ich einen Roman von einem männlichen Autoren lese. Tatsache ist aber, dass der Aufbau locker und nicht zu fest gefahren ist. Simple Handlungen und Situationen kamen mir einfach anders vor und ab und zu hatte ich doch den Gedanken, dass das bei einer weiblichen Autorin evtl anders ausgesehen/beschrieben hätte/worden wäre. Beschreibungen sind kurz gehalten und wenn man sich an Filme wie "I am Legend" oder "After Earth" oder "The Time Machine" orientiert, dann kann man sich ganz gut die veränderte, verwilderte Welt vorstellen. Was mir gefallen hat, war dass man auch trotz fehlender medizinischer Ausbildung oder Studium in Virulogie die verschiedenen Anmerkungen bezüglich des Virus verstehen konnte. Und ob diese nun richtig oder falsch waren. Auf mich haben sie auf jeden Fall echt gewirkt und das ist ja eigentlich auch das einzige, was zählt.

Sehr schön im Buch war auch diese Zwiespältigkeit der einzelnen Personen und das Hin und Her gerissen sein zwischen "sich die Hoffnung lassen und etwas unternehmen" oder "sich mit der Situation abgefunden haben und aufgeben". Beides ist in dieser Buchwelt nicht einfach und die Entscheidung für die eine oder andere Seite schon gar nicht. Erst recht nicht, wenn man danach doch auf die andere Seite wechselt und was das für Konsequenzen hat. Obwohl die Geschichte doch zwischenzeitlich leicht und locker wirkt, kann man zwischen den Zeilen doch die Anspannung und Verzweilflung und teilweise eben auch das Aufgeben einiger Menschen spüren. Und das ist auch genau das, was die Überlebenden versuchen: Trotz der schwerlastigen Situation und dem Damoklesschwert über dem Kopf, das verbleibende Leben zu nehmen, wie es ist und nicht jeden Tag mit langem Gesicht durch die Gegend zu ziehen, sondern auch mal die "Probleme der Welt" zu vergessen.

Schön waren auch diverse Einzelheiten über große Veränderungen in der Welt nach den Kriegen: Kleidung zur Genüge vorhanden, ohne dass man viel Geld haben muss, um sich Armani oder dergleichen zu "leisten". Stattdessen geht man einfach in die leeren Verkaufshäuser und nimmt sich die Sachen. Oder dass es nur für besondere Leute und Gebäude elektrischen Strom gibt. Dass man nur noch per Pferd und Kutsche durch die Gegend zieht, wenngleich der Bewegungsfreiraum nicht sonderlich groß ist, da sich die meisten Menschen auf einer einzigen Halbinsel zusammengerottet haben.

CHARAKTERE

Ich will gar nicht jeden einzelnen aufzählen. Ich fand sie alle überzeugend. Vielleicht nicht jeden sympathisch, aber auch diese haben ihre Sache gut und überzeugend gemacht. Vor allem fand ich es toll, dass die einzelnen Mitglieder in Kiras Gruppe unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem wirken sie nicht wie vom Autor wild zusammengewürfelt, sondern erfüllen ihren Teil mit Bravur. Was die Liebesgeschichte angeht, bin ich im Buch öfter mal hin und her geworfen worden. Wie es am Ende aussieht, werde ich aber nicht verraten. Das sollte jeder für sich selbst. Hier muss ich auch anmerken, dass die Liebesgeschichte zwar einen wichtigen Bestandteil des Buches ausmacht, aber dennoch nicht das Hauptthema selbst darstellt. Das fand ich sehr angenehm.

FAZIT

Das Buch wartet hin und wieder mit einigen Überraschungen auf und während des Lesens entwickelt man doch so einige Theorien, die (bei mir jedenfalls) irgendwann doch sehr weit hergeholt wirkten, von denen man dann aber auch erst nach Betrachtung aller Details sehen muss, ob sie wirklich zutreffen könnten. Am Ende des Buches wird trotzdem etwas bekannt, womit man nicht wirklich gerechnet hat und was einen nur noch neugieriger auf den zweiten Teil macht. Ich für meinen Teil hab mich sehr unterhalten gefühlt und werde bestimmt auch den 2. Teil lesen. 

Donnerstag, 6. Juni 2013

The Cabin in the Woods

Von Horror zu Action und fast wieder zurück

(Rezension vom 5. März 2013)

4 von 5 Sternen

Eines verspricht der Film auf jeden Fall: Unterhaltung.
Schaut man sich einfach nur das Cover an, erwartet man im ersten Moment einen ganz gewöhnlichen Meuchelmörder-Horror im Wald. Ob darin übernatürliche Phänomene enthalten sind oder nicht.
Liest man sich dann aber die Inhaltsangabe durch, macht der Film auf jeden Fall neugierig.

Der Anfang ist recht stereotyp für einen Film dieses Genres, die Protagonisten entsprechen den typischen Klischees einer Jugendgruppe auf Wochenendtrip, der dann normalerweise nicht sehr glücklich endet. Dabei machen die Figuren aber einen recht guten Eindruck, obwohl es ein paar mehr Dialoge hätten sein können, um ihre Charaktere von den typischen “Horror-Teenies” zu unterscheiden. Im Nachhinein betrachtet wirken einige Elemente allerdings wieder gewollt parodisch. Ob das jedem gefällt, ist wohl jedem selbst überlassen.
Die erste Hälfte verläuft typisch nach Schema F, was ich fast schon wieder ein bisschen schade fand, da es den Anschein hatte, dass die Ansätze vom Anfang, die auf ausnahmsweise mal intelligente Horror-Teenies schließen ließ, wieder zunichte gemacht werden. Aber egal… Die erste Person stirbt und danach scheint doch noch ein bisschen Menschenverstand zurückzukehren.
Da die Inhaltsangabe das meiste eigentlich schon verrät, bringt es nichts, um den heißen Brei zu reden. Die Protagonisten werden also von Wissenschaftlern (wobei ich diese gar nicht mal als solche bezeichnen würde) manipuliert. Das ein oder andere Mal kam es mir schon merkwürdig vor, inwiefern die Personen so weit beeinflusst werden konnten, dass sie wirklich das gemacht haben, was sie sollten. Über das eigentliche Wie und Warum kann man während des Films spekulieren, aufgelöst wird das Rätsel erst zum Schluss, obwohl Ansätze schon im Laufe des Films zu erahnen sind.
In der zweiten Hälfte wird der Horror ganz klar ins Aus verdrängt und macht der Action Platz. Die Szenen haben mich an eine Mischung aus The Cube, Die Insel und einen sehr alten Horrorfilm mit einem Wachsfigurenkabinett (den Titel hab ich leider vergessen) erinnert. Definitiv eine Abwechslung im Film und im Genre, der Mix ist gelungen und dass die Protagonisten anfangen, sich anders zu verhalten als es der “Horrorfilm” vorschreibt, ist definitiv eine positive Plotwandlung – wären da nicht die “Puppenspieler”, die ihnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Aber Held A und B können das System natürlich trotzdem austricksen und schlagen zurück. Hier gibt es aber wieder ein paar Schwächen, die nicht erklären, wie das “System” ausgerechnet solch fatale Fehler (zb. versteckte Kameras zu leicht zu entdecken) begehen kann, wo es doch schon seit Jahrhunderten in Betrieb ist.
Am Ende wendet sich der Film fast wieder dem Horror zu, wobei ich mir hier gewünscht hätte, dass er die Kurve ganz bekommt statt nur halb. So wäre alles nämlich wieder auf den Anfang gelaufen und hätte den Film sehr schön abgerundet.
Fazit:
Trotz einiger Kritikpunkte und Plotschwächen ein abwechlsungsreicher, unterhaltsamer Horror/Action-Film, der – sollte es eine Fortsetzung geben – auf jeden Fall noch ganz viel Potenzial nach oben hin bietet. Und das nicht nur in Bezug auf den weiteren Verlauf der Handlung, sondern auch was genau es mit diesem “System” auf sich hat. Denn die Idee ist allemal interessant und demzufolge ausbaufähig. Ob es dann aber noch in die Kategorie Horror fallen kann, bezweifle ich fast. Andererseits sind Filmemacher ja immer für eine Überraschung gut – positiv als auch negativ.